Bevor man sich einen Zwerghamster holt, sollte man sich gut über diese Tierart informiert haben.
Obwohl Zwerghamster kleine Tiere sind, bringen sie trotzdem viel Verantwortung mit sich. Sie beanspruchen viel Zeit und benötigen viel Platz.
Folgende Fragen sollte man vor dem Kauf eines Zwerghamsters gut durchdacht haben.

 

Habe ich möglicherweise eine Allergie gegen Hamster?

Als Anfänger in der Zwerghamsterhaltung kann man nie wissen, ob man nicht möglicherweise eine Allergie gegen diese haben könnte. Deshalb sollte man vor dem Kauf eines Zwerghamsters erst einmal den Kontakt zu diesen suchen, um eine allergische Reaktion auszuschließen. Dies kann man beispielsweise über Freunde/Bekannte tun, die Hamster halten. Wenn man in seinem Bekanntenkreis keine Hamsterhalter hat, ist das auch kein Problem. Häufig gibt es Hamsterhalter oder Hamsterzüchter, welche sogenanntes „Probekuscheln“ anbieten. Hierbei kann man ein wenig Zeit mit den Zwergen verbringen, um zu sehen, ob es die richtigen Tiere für einen sind und ob man vielleicht allergisch auf diese reagiert.
Auch eine Stauballergie kann bei der Zwerghamsterhaltung problematisch werden, denn vor allem bei der Gehegereinigung, kann der Sand sowie das Einstreu schon mal ziemlich stark stauben.

 

Sind alle Familienmitglieder mit dem Zwerghamster einverstanden?

Vor dem Kauf eines Zwerghamsters sollte dies zunächst mit der Familie besprochen werden. Denn ein Zwerg kann auch Auswirkungen auf den Rest der Familie haben. So  kann es beispielsweise vorkommen, dass der Urlaub abgesagt werden muss, da sich niemand um den Hamster kümmern kann.
Aus diesem Grund ist es wichtig, die Anschaffung des Zwerghamster zunächst mit der Familie zu besprechen. Ebenfalls sollte man beachten, dass sich zierliche Nagetiere wie Zwerghamster nicht für Kleinkinder eignen!

 

Habe ich genug Zeit für den Hamster?

Zwerghamster beanspruchen natürlich auch Zeit. Alleine für die Zähmung des neuen Nagers muss man viel Zeit und Geduld aufbringen. Manche Zwerge bleiben ihr Leben lang scheu, manche werden schon nach kurzer Zeit zutraulich. Man kann also nie wissen, wie lange so etwas dauert.
Weiterhin muss man das Gehege regelmäßig sauber machen, täglich Futter sowie Wasser wechseln und regelmäßig das Sandbad säubern.
Selbstverständlich muss man die Hamster auch beschäftigen – sei es mit Spiel- / Kuscheleinheiten im Auslauf oder einem gebasteltem Spielzeug.
Auch die Zeit für regelmäßige Gesundheitskontrollen und notwendige Besuche beim Tierarzt im Falle einer Krankheit müssen eingeplant werden.
Nicht zu vergessen ist auch der Urlaub. Wenn man erst einmal Nager hat, kann man den Urlaub vergessen, wenn man niemanden hat, der sich in dieser Zeit um die Tiere kümmert. Spontane Ausflüge über einen längere Zeitraum gehen also auch nicht einfach so.
Ständig werden Nagetiere ausgesetzt oder in Tierheimen abgegeben, weil viele Halter erst nach dem Kauf dieser merken, dass solche kleinen Tiere ja doch ganz schön viel Arbeit mit sich bringen.

 

Habe ich genug Platz für den Zwerghamster?

Zwerghamster brauchen Gehege mit einem Mindestmaß von 100 x 50 x 50 cm. Ebenfalls benötigen sie regelmäßig Auslauf. Dieser kann in einem gesicherten Raum oder in einem abgegrenzten Teil des Zimmers stattfinden.
Natürlich braucht man auch genügend Stauraum für Futter, Einrichtungsgegenstände, Streu,…

 

Wie viele Kosten bringt ein Zwerghamster mit sich?

Auch kleine Tiere wie Hamster können ganz schön ins Geld gehen. Vor allem Tierarztbesuche, die vorher nicht planbar sind, spielen hierbei eine große Rolle. Deshalb sollte man jeden Monat etwas Geld für mögliche Tierarztkosten, neues Futter im Fall eines Mottenbefalls oder ähnliches zur Seite legen.
Auch vor dem Kauf eines Zwerghamsters wird zunächst viel Geld für ein Gehege, neue Einrichtung, Futter,… ausgegeben.

Hier eine Preisliste von Anschaffungskosten, an der man sich grob orientieren kann.
Dies sind alles (im Normalfall) einmalige Kosten:

 

Zwerghamster ca. 10 €
Artgerechtes Gehege neu ca. 70-200 € (gebraucht meist günstiger)
Transportbox ca. 10,00 €
Näpfe ca. 3 €
Trinkflasche ca. 3 €
Laufrad ab ca. 15 €
Mehrkammernhaus ca. 20 €
Weitere Einrichtung (Korkröhren, Rebenholz,…) ca. 20€
Etage ca. 10,00 €
Insgesamt ab ca. 140 €

 

Hier eine Liste von monatlich anfallenden Kosten:

Einstreu & Nistmaterial ca. 8,00 €
Badesand ca. 6,00 €
Futter (Trocken- & Frischfutter) ca. 8,00 €
Insgesamt ab ca. 22 €

Hinzu können noch unerwartete Kosten, wie z.B. Tierarztkosten, Medikamente, neues Futter wegen Lebensmittelmotten, zusätzlich neues Streu wegen Parasiten,… kommen.

 

Will ich mir ein Weibchen oder Männchen holen?

Ihr seid euch unsicher, welches Geschlecht besser zu euch passt?
Ihr wollt wissen, was die Unterschiede zwischen Männchen und Weichen sind?
Dann lest hier weiter: Welches Geschlecht?

 

Wo soll ich den Zwerghamster kaufen?

Dies ist auf jeden Fall ein Thema, über das man sich vor dem Kauf eines Zwerghamsters viele Gedanken machen sollte. Definitiv sollte man Nagetiere niemals in einer Zoohandlung kaufen!
Eine empfehlenswerte Möglichkeit wäre es, im Tierheim oder bei der Hamsterhilfe nach Zwergen zu fragen. Ebenfalls kann man nach einem seriösen Züchter Ausschau halten. Hierbei gibt es aber einiges zu beachten.

 

Kennt sich mein Tierarzt gut mit Nagetieren aus?

Bereits vor der Anschaffung des neuen Mitbewohners sollte man sich einen Tierarzt suchen, der sich gut mit Kleintieren auskennt. Nicht jeder Tierarzt kennt sich ausreichend mit diesen Tieren aus. Nur eine Fehlentscheidung und das Tier könnte sterben, also sollte man sich auf jeden Fall einen guten Arzt suchen.